Termine und Aktionen

 

Podiumsdiskussion mit den Direktwahlkandidaten im Wahlkreis 120 - Landsberg am Lech, Fürstenfeldbruck-West am 9.10.2018 um 19.30 Uhr im Bürgerhaus Geltendorf

Den Infoflyer finden Sie hier: Infoflyer

 


 

Befragung der Landtagskandidaten des Wahlkreises FFB-Ost, Landtagswahl 2018, durch die Kreisgruppe Fürstenfeldbruck des BUNDes Naturschutz in Bayern e.V. und das Nord-Süd-Forum Fürstenfeldbruck

Im Folgenden der Fragenkatalog im Wortlaut:

 

Bitte in den Antworten immer den konkreten Bezug zum Landkreis Fürstenfeldbruck berücksichtigen.

 

Eine-Welt-Politik

Kennen Sie die Bayerischen SDGs (Sept. 2015) und die entwicklungspolitischen Leitsätze des bayerischen Landtages (Feb. 2016)? Halten Sie diese für relevant? In welcher Weise sollten diese Ihrer Ansicht nach umgesetzt werden?

Bayern – Eine Welt Politik: Welches sind Ihrer Meinung nach die drei wichtigsten Handlungsfelder und wie würden Sie sich dafür einsetzen?

Zur Eine-Welt-Politik gehört der Umgang mit Menschen aus anderen Ländern und denen, die in Bayern Sicherheit und Perspektiven suchen. Wie beurteilen Sie die bayerische Flüchtlingspolitik?

 

Artenvielfalt

Welche Gesetzesinitiativen könnten Ihrer Meinung nach unser Ökosystem stützen?

Der Artenschwund geht massiv voran. Wie wollen Sie dieser Entwicklung entgegensteuern?

 

Flächenmanagement

Dürfen Ihrer Meinung nach Naturschutzflächen in Gewerbegebiete umgewandelt werden?

Nach der ersten Stufe des Volksbegehrens der Grünen in Bayern ist klar, dass die Bevölkerung einen stärkeren Flächenschutz wünscht. Wie werden Sie den Flächenverbrauch regeln?

 

Energie

Der Landkreis FFB ist bzgl. Energiewende der drittschlechteste Landkreis in Bayern. Was werden Sie ändern?

Der Ausbau der erneuerbaren Energiegewinnung wurde in den letzten Jahren durch Vorschriften der bayerischen Regierung behindert. Werden Sie sich für die Energiewende einsetzen?

 

Klimaschutz

Welche Möglichkeiten sehen Sie, den dringend erforderlichen Klimaschutz voranzutreiben und welche gesetzlichen Maßnahmen würden Sie befürworten, z.B. eine mögliche Kerosinsteuer oder ein Fahrverbot von SUVs in belasteten Orten?

 

Wirtschaft

Wie soll sich die Landwirtschaft entwickeln, damit die Verbraucher sicher und ihren Wünschen gemäß versorgt werden können?

Befürworten Sie die Anbindung des Tierbestandes an die verfügbare Fläche und damit eine Reduktion des Imports von Futtermitteln?

Werden Sie sich für die Reduktion von Milch- und Fleischexport in Länder des globalen Südens einsetzen?

Befürworten Sie generell eine Abkehr von der Exportorientierung der bayerischen Wirtschaft?

 

Daseinsfürsorge

Wie bewerten Sie die Trinkwassersituation in Bayern, insbesondere im Landkreis FFB?

Wie werden Sie auf Landesebene die Kommunen bei ihrer originären Aufgabe der Daseinsfürsorge unterstützen?

 

Verkehr

Wie kann Ihrer Meinung nach eine nachhaltige Verkehrswende eingeleitet werden und was werden Sie dafür unternehmen?

Wie bewerten Sie die Straßenplanungen, festgelegt im Bundesverkehrswegeplan?

 

Schlussfragen

Welche Koalition kommt für Sie ggf. in Frage?

Kommt für Sie eine Zusammenarbeit in Sachfragen mit der AfD in Frage?

 

Für Rückfragen:

BUND Naturschutz in Bayern e.V., Kreisgruppe Fürstenfeldbruck, Im Brunnenhof 14, 82256 Fürstenfeldbruck
Eugenie Scherb, Kreisvorsitzende, E-Mail: eugenie.scherb@gmx.de

Nord-Süd-Forum FFB, c/o Elisabeth Tocha-Ring, Wulfingstr. 15, 82275 Emmering Email: tocha.ring@t-online.de oder walter.ulbrich@gmx.de

 

 

Die Antworten:

Bode (FDP)

Falk (SPD)

Friedl (Freie Wähler)

Holdt (ÖDP)

Miskowitsch (CSU)

Runge (Grüne)

 


 

2018: 30 Jahre Nord-Süd-Forum Fürstenfeldbruck - Engagement für die Eine Welt notwendiger denn je

Am 25. März 1988 gründeten 16 im Landkreis vertretene Gruppierungen aus den Bereichen Menschenrechte und Dritte Welt auf Anregung des Europarates das Nord-Süd-Forum Fürstenfeldbruck. Es war eines der ersten dieser Foren in Deutschland. Seit dieser Zeit engagiert sich unser regionales Nord-Süd-Forum auf verschiedene Weise für Gerechtigkeit, Frieden und die Erhaltung der Lebensräume auf unserer Einen Erde. Dazu gehören die Organisation von Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, Gespräche mit unseren Abgeordneten, Wahlprüfsteine, Briefe und Unterschriftenaktionen zu verschiedenen Themen sowie Info-Stände. Oft geschieht das in Kooperation mit lokalen Gruppen und Vereinen, der Agenda 21 oder dem Sozialforum Amper. Das Eine Welt Netzwerk Bayern gibt seit 2003 bereits in 9. Auflage ein Handbuch "Entwicklungspolitik in Bayern" heraus. Darin ist beispielhaft in einer fortlaufend ergänzten Chronik die Bandbreite der Aktivitäten in diesen 30 Jahren dokumentiert. Es war und ist es ein Anliegen des Nord-Süd-Forums, die Politik bei uns im globalen Norden kritisch zu begleiten unter dem Aspekt, welche Auswirkungen Programme und Maßnahmen auf die Lebensmöglichkeiten der Länder des globalen Südens haben. Damit verbunden ist auch die Frage nach den Folgen unseres auf wachsenden Konsum ausgerichteten Lebensstils und der Forderung nach ständigem Wirtschaftswachstum. Zum Themenspektrum des Nord-Süd-Forums gehören Globalisierung, Klimagerechtigkeit, fairer Welthandel, ausbeuterische Kinderarbeit, die EU-Agrarpolitik und vieles mehr. Dies sind letztendlich auch Fragen nach den Fluchtursachen, die viele Menschen dazu bringen, ihre Heimat zu verlassen. Von den Mitstreitern der ersten Stunde sind immer noch einige aktiv und es gibt immer noch 16 Gruppen, die mitarbeiten, auch wenn es nicht alle dieselben sind wie vor 30 Jahren. Die Hoffnung des Nord-Süd-Forums, dass das eigene Engagement vielleicht eines Tages überflüssig werden würde, hat sich leider nicht erfüllt - im Gegenteil: Eine-Welt-Arbeit ist im Zeitalter eines zunehmend auf das Wohl der eigenen Nation gerichteten Blicks notwendiger denn je. In diesem Sinn wird sich das Nord-Süd-Forum auch weiterhin für die Eine Welt engagieren.

Am 7. April 2018 waren wir mit einem Infostand zum Thema "europäische Agrarpolitik" vor dem Bauernmarkt in Fürstenfeld vertreten. Hierzu demnächst mehr.

 


 

Infostand zum Thema "europäische Agrarpolitik" am 7. April 2018 vor dem Bauernmarkt in einem Nebengebäude der Klosteranlage Fürstenfeld

Anlässlich unseres 30jährigen Bestehens organisierten wir vormittags am Bauernmarkt vor der Kosteranlage Fürstenfeld einen Informationsstand. Wir hatten Glück mit dem Wetter und eine Menge guter Gespräche, u.a. mit jungen Leuten, die auf den Einlass zur “Animuc” anstanden.

Die angebotenen Informationen konzentrierten sich auf die Reduzierung der Importe von Tierfutter. Wir verteilten Flyer der “Aktion Agrar” und sammelten 102 Unterschriften für einen Appell, der bei der Agrarministerkonferenz am 26.4. überreicht werden soll. Man kann auch online unterschreiben unter Homepage "aktion agrar".

Eine ähnliche Online-Unterschriftenaktion an die Bundeskanzlerin speziell gegen Soja-Importe aus Brasilien wurde von Mission Eine Welt gestartet unter: Homepage "Mission EineWelt". Dort wird auch auf eine lesenswerte Broschüre verwiesen “Soja, Regenwald und Glyphosat – Was sie schon immer über Futtermittel wissen wollten”.
Übrigens schreiben die Regionalvermarkter-Organisationen BRUCKER LAND/UNSER LAND vor, dass keine importierten Futtermittel eingesetzt werden dürfen. In einem längeren Gespräch mit Metzgermeister Engelbert Jais erfuhren wir, dass er auf seinem Bauernhof in Luttenwang zur Fütterung seiner 400 Schweine selbst Soja anbaut und zu dessen Verarbeitung mit dem Asamhof in Kissing zusammen arbeitet. Es geht also!

Zu dem übergeordneten Anliegen “Eine faire Landwirtschaft weltweit” gibt es übrigens ein sehr gutes Plakat, das man herunterladen und ausdrucken oder sogar kostenfrei beziehen kann unter: Homepage "ERNA". Eine bei INKOTA bestellte eben erschienen Broschüre “Saatgut – Warum es nicht den Konzernen gehören darf” kam leider erst am Samstag nachmittags an. Sie liegt für Interessenten bei Walter Ulbrich bereit. Das Inhaltsverzeichnis kann man unter Homepage "INKOTA" einsehen.

Des weiteren verteilten wir – auch zur Werbung für den Vortrag von Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international, am Dienstag, 17.4., um 20 Uhr im Pfarrzentrum von Puchheim St. Josef einen kompakten Flyer zu Fluchtursachen und deren Bekämpfung dieser inzwischen 50 Jahre alten weltweit tätigen Organisation mit Sitz in Frankfurt. Der Flyer wird auch zum Vortrag ausliegen. Thomas Gebauer ist überaus erfahren und kompetent. Auf “seiner” Seite von Wikipedia Thomas Gebauer wird u.a. auf seinen Aufsatz Jenseits der Hilfe: Von der Wohltätigkeit zur Solidarität hingewiesen, der sehr dem Gründungsmotto unseres Nord-Süd-Forums von 1988 entspricht: “Von der Wohltätigkeit zur Gerechtigkeit”! Außerdem gab es Infos aus der "Fairtrade town" Gröbenzell mit dem Hinweis auf das Fairtrade Musikvideo "small talk" sowie den Verkauf von fairem Kunsthandwerk aus Swaziland, der leider auch am 17. April stattfindet (19.30 Uhr im Bürgerhaus in Gröbenzell) Weitere Infos: Fairtrade Gröbenzell

Plakat
Das Plakat zur Aktion
Unterschriftenstand
Die NSF-Mitarbeiter am Infostand von links nach rechts: Elisabeth Stegmann, Dr. Walter Ulbrich, Elisabeth Tocha-Ring und Karl Busl

 

 


 

  • Zum Nachlesen: Drei Themenabende "Fluchtursachen" zu den Ländern

    Themenabend Syrien

    Themenabend Senegal

    Themenabend Afghanistan

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  • Rückblick auf 2017
  • Rückblick auf 2016
  • Rückblick auf 2015
  • Rückblick auf 2014
  • Rückblick auf 2013
  • Rückblick auf 2012
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    Rückblick auf das Jahr 2017

     

    Nord-Süd-Forum bei Milchpulveraktion des BDM am 9.10.2017

    Mit dem Versprühen von Milchpulver demonstrierte der BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter) vor der bayerischen Staatskanzlei gegen die übermäßige Einlagerung von derzeit 350.000 Tonnen auf EU-Ebene - siehe BDM-Homepage. Der bestehende Milchpulverberg müsse marktunschädlich abgebaut werden und darf nie wieder so entstehen! Erfreulich war, dass zwei Mitglieder unseres Nord-Süd-Forums, Dr. Walter Ulbrich für die Germanwatch Regionalgruppe Münchner Raum und Karl Busl für die Weltnothilfe der KAB als Redner eingeladen waren. Sie begründeten, warum der Export in Dritte-Welt-Länder, vor allem nach Afrika, die Existenz der dortigen Kleinbauern massiv bedrohe und somit nicht infrage komme. Hier können Sie diese Redebeiträge anschauen: Redebeitrag von Dr. Walter Ulbrich für Germanwatch ; Redebeitrag von Karl Busl für Weltnotwerk .
    Magermilchpulver würde dort mit Pflanzenfett aus Palmöl angereichert und billigst angeboten. Die Verbandsvertreter unterstrichen, dass es andere Lösungen geben müsse und betonten dies auch gegenüber den anwesenden VertreterInnen der im Landtag vertretenen Parteien und Staatsminister Dr. Marcel Huber. Dank eines Anrufs des Moorenweiser BDM-Kreisvorsitzenden Johann Schamberger bei der Lokalredaktion der SZ kam schließlich ein Interview (siehe unter der Rubrik "Presse") zustande. Diese gelungene Zusammenarbeit eröffnet die Möglichkeit, mit Bauern vor Ort ins Gespräch zu kommen über eine nachhaltige globale Agrarwirtschaft. Vielleicht lassen sich auch Übereinstimmungen finden über die notwendige Reduktion von Sojaimporten, um mit einheimischen Futtermitteln vermehrt gentechnikfreie Milch- und Fleischprodukte anbieten zu können. Dafür setzt sich vehement Professor Antônio Andrioli ein, der auf einer Vortragsreise über die katastrophalen Folgen des großflächigen Sojaanbaus in Brasilien berichtete. Mehr dazu im Rundbrief Nr. 170 von Campo Limpo bzw. Artikel in Schrot und Korn.

    BDM-Demo
    Das Foto zeigt die NGO-Vertreter Dr. Walter Ulbrich und Karl Busl (von rechts nach links)

     

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    Im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung laden Nord-Süd-Forum FFB, das Agenda 21-Büro des Landkreises sowie das Eine-Welt-Zentrum FFB zum Vortrags- und Gesprächsabend ein zum Thema:

    "Afghanistan 2017: Fluchtursachen und ihre Bekämpfung - 30 Jahre Erfahrung aus dem Land am Hindukusch" am 30. März, 19 Uhr, im großen Sitzungssaal des LRA FFB

    Referent ist Herr Dr. Reinhard Erös von der "Kinderhilfe Afghanistan"

    Afghanistan ist zur Zeit in der öffentlichen Wahrnehmung sehr präsent. Der Grund ist ein bedenklicher:
    Das Land wird von den politisch Veranstwortlichen als sicher genug eingestuft, um Flüchtlinge dorthin abzuschieben. Es gibt ein Rücknahmeabkommen mit der afghanischen Regierung, und bei dem Versuch, Härte gegenüber den afghanischen Flüchtlingen zu zeigen, tut sich besonders die bayerische Staatsregierung hervor, indem Passbeantragungsformulare auch im laufenden Asylverfahren ausgefüllt werden müssen, Arbeitserlaubnisse zurückgenommen werden und Ausbildungen nicht angetreten werden können. Vor diesem Hintergrund haben Nord-Süd-Forum FFB, das Agenda 21-Büro des Landkreises und das Eine-Welt-Zentrum FFB in einer Kooperationsveranstaltung Herrn Dr. Reinhard Erös von der "Kinderhilfe Afghanistan" eingeladen. Herr Dr. Erös kennt Afghanistan seit vielen Jahren. Während der sowjetischen Besatzung arbeitete er für eine Hilfsorganisation als Arzt im afghanischen Kriegsgebiet. Im Jahr 1998 gründete er mit seiner Frau die "Kinderhilfe Afghanistan", die bisher im Paschtunen-Gebiet mehr als zwei Dutzend Friedensschulen, Waisenhäuser, Berufschulen, Computerausbildungszentren und Basis-Gesundheitsstationen gebaut hat. Keine dieser Einrichtungen, die z.T. speziell auch für Mädchen gedacht sind , wurde bisher zerstört.
    Herr Dr. Erös zeigt in seinem Vortrag, wie Fluchtursachen bekämpft werden können und bietet Informationen aus erster Hand über die aktuelle Lage in Afghanistan. Der Eintritt ist frei.

    Das Einladungsplakat zum Vortrags- und Gesprächsabend: Afghanistan

     

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    Rückblick auf das Jahr 2016

     

    Nord-Süd-Forum FFB, Agenda 21 des Landkreises und das Eine-Welt-Zentrum FFB laden ein zu einem

    Themenabend Senegal: "Flucht und Migration - Eine senegalesische Perspektive"

    In den letzten Jahren sind verstärkt Senegalesen nach München und Umgebung gezogen und leben auch bei uns im Landkreis. Nach einer Information des BAMF waren zum 31.10.2015 2.846 Senegalesen in Bayern registriert. Viele von ihnen haben einen Asylantrag gestellt.

    Zahlreiche Helferkreise in ganz Bayern wie auch hier im Landkreis sowie politische und soziale Organisationen bemühen sich um diese Personengruppe, deren Anerkennungsquote aufgrund der Einstufung des Senegal als sicheres Herkunftsland gegen null neigt. Außerdem bleibt den senegalesischen Flüchtlingen der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie zu offiziellen Deutschkursen versperrt. Der Referent, Herr Dr. Sebastian Prothmann, ist Ethnologe und hat längere Zeit in Pikine, einer Stadt in der Region von Dakar, geforscht und wird darlegen, was die jungen Männer dort über Migration denken und warum der Traum von Europa und die Hoffnung auf erfolgreiche Migration oft alle Widrigkeiten überdauert. Damit verbunden ist auch die Frage nach den Gründen für die Perspektivlosigkeit junger Menschen im Senegal, wobei auch die europäischen Agrar- und Fischerei-Politik eine Rolle spielen. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

    Zu Beginn wird Diappo auftreten, die inzwischen über die Landkreisgrenzen hinaus bekannte Trommelgruppe, die überwiegend aus senegalesischen Flüchtlingen besteht.

    Termin und Ort: 27. Sept. 2016, 19.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes, Eintritt frei

    Das Einladungsplakat zum Vortrags- und Gesprächsabend: Senegal

     

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    Am 30. Juni organisierten wir mit dem Deutsch-Syrischen Verein München einen Informations- und Gesprächsabend über Syrien

    Das Programm ist dem Einladungsplakat zu entnehmen: Syrienabend

     

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    Seit Januar 2016 darf sich Fürstenfeldbruck "Fairtrade-Town" nennen

    Urkundenübergabe
    Fürstenfeldbruck wird Fairtrade-Town. Überreichung der Urkunde beim Neujahrs-Empfang der Stadt Fürstenfeldbruck

     

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    Rückblick auf das Jahr 2015

     

    Nachbericht zum Klimapilgern am 17. Oktober 2015: Klimagerechtigkeit wird eingefordert

    Das vom Nord-Süd-Forum und der Agenda 21 im Landkreis ausgehende Pilgern für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit brachte den Teilnehmern auf den beiden Routen wertvolle Erfahrungen. Die Erläuterungen und Impulse an den einzelnen Stationen wurden auf den nachfolgenden Wegabschnitten entweder im Gespräch oder im stillen Gehen durch die herbstliche Natur vertieft.

    Ostroute Westroute
    Start der Ostroute am Puchheimer Nord-Süd-Durchblick mit Ermutigung durch Bürgermeister Norbert Seidl (Foto: W. Ulbrich) Teilnehmer der Westroute am Mammendorfer Windrad (Foto: Michaela Bock)
    SZ-Bericht
    Bericht im Lokalteil der Süddeutschen am 19. Oktober 2015

    Beim abschließenden Abend im Pfarrsaal von St. Bernhard musste die von African Heart eingeladene südafrikanische Theatergruppe einen Schicksalsschlag verkraften. Die Schwester der Hauptdarstellerin war eben in Johannesburg ermordet worden. Trotz des Fehlens von zwei Mitwirkenden erlebten leider nicht allzu viele Besucher eine packende Inszenierung, wie das M.U.K.A.-Projekt in den sozialen Brennpunkten neben der Gewaltprävention den Klimaschutz als neues wichtiges Thema bearbeitet. Einen Tag später begeisterte die Gruppe mit südafrikanischen Tänzen einen gut besuchten Abend im Puchheimer Evangelischen Gemeindezentrum.

    Endet auch die Konferenz in Paris ohne konkrete Ergebnisse, so reicht die Zeit nicht aus, um die Erderwärmung unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu halten. Extremwetterereignisse würden dann noch einmal viel häufiger auftreten als in den letzten Jahren und in vielen Teilen der Welt Menschen ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Die weltweiten Flüchtlingsströme könnten Dimensionen annehmen, die heute kaum vorstellbar sind.

    Dr. Walter Ulbrich für das Nord-Süd-Forum FFB

     

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    "Klimapilgern" im Landkreis Fürstenfeldbruck am 17. Oktober 2015

    "Es kommt niemals ein Pilger nach Hause, ohne ein Vorurteil weniger und eine Idee mehr zu haben." (Thomas Morus)

    In Anlehnung an den Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit, der im Vorfeld der UN-Klimakonferenz von Flensburg über Trier nach Paris führen wird, organisiert das Nord-Süd-Forum Fürstenfeldbruck gemeinsam mit dem Agenda 21 - Büro des Landkreises am 17. Oktober einen Klimapilgerweg.

    Dieser besteht aus zwei Routen, eine verläuft im westlichen und eine im östlichen Landkreis Fürstenfeldbruck, jeweils ca. 20 km. Auf dem Weg wird jeweils halt gemacht an gelungenen Beispielen, die zur Klimagerechtigkeit beitragen können, als auch an solchen, die in negativer Weise Auswirkungen auf das Klima haben.
    Zu den Positivbeispielen gehören z.B. eine Fotovoltaikanlage, ein Weltladen, ein Bio-Bauernhof, ein renaturierter Bachlauf, eine Windkraftanlage und lokale Besonderheiten wie der "Nord-Süd-Durchblick" in Puchheim.
    Auf der "Negativliste" stehen u.a. eine Bauschuttdeponie, ein Flugplatz und eine Brücke über eine neu verlegte, verkehrsreiche Bundesstraße. An den einzelnen Stationen werden Texte zum Nachdenken verlesen. Über das gemeinsame Gehen kommen die Teilnehmer miteinander ins Gespräch, können sich gegenseitig ermutigen oder auch einfach nur ihren Gedanken nachhängen. Dabei geht es nicht nur um eine Reflexion des eigenen Lebensstils in Hinblick auf klimaschädigendes Verhalten, sondern um die Erkenntnis, dass der Klimawandel ein vielschichtiges Problem ist: Es geht um einen gerechten Ausgleich zwischen den ressourcenverbrauchenden Ländern des Nordens und den darunter leidenden Ländern des Südens, es geht um den Erhalt der Lebensgrundlagen und damit auch den Erhalt von Heimat für zukünftige Generationen, es geht auch um Tier- und Pflanzenschutz.

    Die Fürstenfeldbrucker Pilgerwege enden am Abend mit der Aufführung einer afrikanischen Tanz- und Theatergruppe aus dem M.U.K.A.-Projekt, die im Rahmen der Kinderkulturkarawane auf Deutschlandtournee sind. Das M.U.K.A.-Projekt ist in den 90er Jahren in Soweto entstanden, um gewaltbereiten und obachlosen Jugendlichen eine Stimme zu geben in Form von Theater- und Musikaufführungen. Heute ist das Projekt in Hillbrow, einem sozialen Brennpunkt in Johannesburg, eine feste Institution. Zurzeit erarbeiten knapp 100 junge Menschen in alterspezifischen Gruppen Theaterstücke und traditionelle Tänze. Außerdem machen sie dazu die Musik und organisieren Workshops. Aus der Handvoll Straßenkinder von einst sind professionelle Theater- und Projektmanager geworden. Für die Produktion, die sie im Rahmen der KinderKulturKarawane 2015 in Europa zeigen, recherchierten die Jugendlichen des Projektes intensiv zum Thema Klimawandel und Klimagerechtigkeit. Dabei betrachteten sie sowohl die reichen Vorstädte als auch die verarmten Stadtteile von Johannesburg und deren Umgang mit dem Thema Erderwärmung. Ihre Erkentnisse bringen die Jugendlichen von M.U.K.A.- Projekt in ihrer packenden Theaterinszenierung "Inheritance - Das Erbe" mit Musik und Tanz auf die Bühne, nicht nur am 17. Okt. im Pfarrheim von St. Bernhard, sondern auch in verschiedenen Schulen des Landkreises.

    Im Sinne von Thomas Morus und seiner oben zitierten Erkenntnis hoffen wir, dass dieser Tag Denkanstöße, Perspektivenwechsel und Lust auf Veränderung bringt und damit der UN-Klimakonferenz ungeahnten Rückenwind aus Fürstenfeldbruck!

    Hier können Sie sich den Flyer zum Klimapilgerweg mit allen relevanten Informationen herunterladen: Programm (pdf-Dokument, benötigt Adobe Acrobat Reader)

     

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    Rückblick auf das Jahr 2014

     

    Puchheimer Appell zur Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte

    Formuliert von Dr. Walter Ulbrich für den Verein Campo Limpo, Solidarität mit Brasilien e.V.:

    "Ich begrüße die Ankündigung vom 6.11.2014, wonach die Bundesregierung nun gemäß des Koalitionsvertrags die Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte in einem nationalen Aktionsplan angehen will. Ich appelliere an alle beteiligten Ressorts, transnational tätige Unternehmen zur Einhaltung der Menschenrechte längs der gesamten Lieferkette zu verpflichten! Freiwillige Vereinbarungen sind meiner Ansicht nach dabei unwirksam. Insbesondere erwarte ich, dass die von Menschenrechtsverletzungen Betroffenen Zugang zu Rechtsmitteln hierzulande erhalten. Außerdem sind bei Verstößen Sanktionen vorzusehen."
    Dieser Appell wurde am 10.12.2014 am Internationalen Tag der Menschenrechte nach dem Schweigekreis am Puchheimer Mahnmal "Nord-Süd-Durchblick" an den zuständigen Arbeitsstab im Auswärtigen Amt und weitere fünf bei der Erstellung des Aktionsplans beteiligte Bundesministerien gerichtet, an das Bundesarbeitsministerium, das Bundesentwicklungsministerium, das Bundesjustizministerium, das Bundesumweltministerium und das Bundeswirtschaftsministerium.

    Wer sich diesem Appell anschließen möchte, kopiere den Text in eine E-Mail, ergänze ihn mit Namen und Postadresse und schicke ihn an den Arbeitsstab im Auswärtigen Amt mit folgender Adresse:
    wirtschaft.menschenrechte@auswaertiges-amt.de.
    Nähere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de/Wirtschaft-und-Menschenrechte.

     

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    Vortrag am Donnerstag, den 23. Oktober 2014: "Mut zur Veränderung: Mit dem Entwicklungsland Deutschland auf dem Weg zu einem anderen Wirtschaften"

    Das Nord-Süd-Forum Fürstenfeldbruck hatte zusammen mit dem Agenda21-Büro des Landkreises und weiteren Partnern interessierte und engagierte Bürger/innen zu diesem Vortragsabend in den Sitzungssaal des Landratsamtes Fürstenfeldbruck eingeladen.

    Eine Zusammenfassung des Abends von Dr. Walter Ulbrich:

    Welch große Verantwortung Deutschland übernehmen müsse für die notwendige weltweite Transformation zu einer zukunftsfähigen und klimaverträglichen Gesellschaft, das erläuterte eindrücklich Klaus Milke als Vorsitzender von Germanwatch am vergangenen Donnerstag im Sitzungssaal des Landratsamtes. Wir brauchen eine Energie-, Verkehrs-, Agar- und Ernährungswende, insgesamt eine neue Art von Wirtschaften für das Gemeinwohl und das globale Miteinander. Die von ihm 1991 gegründete Entwicklungs- und Umweltorganisation mit inzwischen 40 Hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitenden sucht mit Kompetenz und Beharrlichkeit den Dialog mit Politik und Unternehmen nach der Devise: So viel Kooperation wie möglich, so viel Konflikt wie nötig!

    Der Referent berichtete von seinen Erfahrungen auf internationalen Klimakonferenzen, wie sehr andere Staaten beobachten, ob und wie uns hierzulande die Energiewende gelingt. Nach dem Atomausstieg müsse man jetzt den Einsatz von Kohle zurückfahren, auch die Förderung des Kohlekraftwerkbaus im Ausland sofort einstellen. Es gäbe einen Schwächeanfall der bisher führenden EU-Klima- und Energiepolitik. Er hoffe, dass in den zum Abend zeitgleich verlaufenden Verhandlungen in Brüssel Mindestziele vereinbart werden, um Ambition nach oben entwickeln zu können. Einige Länder wie China, Mexiko oder Indien, sogar die USA zeigen Fortschritte in der Klima- und Energiepolitik, andere wie Kanada, Russland oder Japan fallen als Bremser auf . Es gäbe keinen Königsweg, um die Erderwärmung nicht mehr als 2 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit steigen zu lassen. Die Natur lässt nicht mit sich verhandeln! Mit dem Bild eines unfertigen "Klima-Gebäudes" zeigt er die einzelnen Baußmaßnahmen, die von verschiedensten Seiten durchgeführt werden müssen. Das nächste Jahr 2015 könnte entscheidend werden nicht nur für die Klimapolitik sondern auch bei der Verabredung der globalen Entwicklungsziele (der "SDG") auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene.

    Germanwatch erwartet von den deutschen Unternehmen mehr Bereitschaft für rechtlich bindende Mindeststandards. Vordringlich gelte es derzeit, in einem nationalen Aktionsplan die von der UN im Jahre 2011 beschlossenen Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte umzusetzen. Die Unternehmen müssen ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen bei der Berücksichtigung der Lieferkette und der Übernahme von Schäden nach dem Verursacherprinzip. Ziel ist eine echte Kreislaufwirtschaft zur Einsparung von Ressourcen.

    Jeder Einzelne kann dazu seinen Beitrag leisten. Es gibt viele wichtige Initiativen, aber man solle sich verabschieden von der Illusion des "mündigen Verbrauchers". Der Staat müsse seiner Schutzfunktion nachkommen und strengere Rahmenbedingungen setzen. Vorsätze für einen besseren Verbraucherschutz finden sich im aktuellen Koalitionsvertrag. Der Referent schloss seinen Vortrag mit dem Appell: "Unsere Kinder könnten es nicht begreifen, würden wir die Chancen der aktuellen Situation nicht nützen!"

    In der anschließenden regen Diskussion unter den gut 60 Teilnehmern war man sich nicht so recht einig, auf welche Weise man zu weltweit und rechtlich verbindlichen Schutzregeln für die Menschenrechte und die planetarischen Grenzen kommen könne. Germanwatch sieht auch darin einen Weg, Vorreiter zu unterstützen, die freiwillig strengere Umwelt- und Sozialstandards einhalten. Die Vertreter des Sozialforums Amper hielten davon wenig, sondern erwarten radikalere Reformen und wollen keine Kooperation mit der Wirtschaft und deren Lobbyisten. Milke plädierte vor einem mitunter erforderlichen Konflikt für ein dialogisches Vorgehen zwischen Beteiligten. Erst wenn man die Motive und Zwänge des anderen versteht, lässt sich letztlich eine für die Mehrheit tragbare Lösung finden. Um die Bevölkerung auf den langen Weg der "Großen Transformation" mitzunehmen, müsse man auch die vorhandenen Ängste vor Veränderungen behutsam abbauen. Hilfreich seien dazu funktionierende Beispiele für regionales und faires Wirtschaften, mutige Gruppen, auch Kommunen, die einfach mal voran gehen wie zum Beispiel bei der Einführung von Regeln zur Beschaffung ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Landkreis. Der Abend schloss mit einem Appell des Moderators Walter Ulbrich zu mehr Solidarität mit den ärmeren Ländern, die am meisten unter den Folgen des Klimawandels leiden würden und auch bei den schon bestehenden Freihandelsabkommen die darin enthaltenen Investitionsschutzklauseln schon haben akzeptieren müssen, die uns jetzt unter anderem zu Protesten gegen die laufenden Verhandlungen zu TTIP und CETA führen, weil nun wir davon betroffen wären.

    Link: SZ-Presseartikel am 29.10.2014

     

    Klaus Milke bei seinem Vortrag Walter Ulbrich und Klaus Milke während der lebhaften Diskussionsrunde
    Klaus Milke bei seinem Vortrag Walter Ulbrich und Klaus Milke während der lebhaften Diskussionsrunde
    Blick ins Publikum
    Blick ins Publikum

     

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    Infostand des NSF beim Fest der Kulturen am 13.7.2014 in der Fürstenfeldbrucker Heimstättenstraße

    Zum Hintergrund der Veranstaltung hier ein Zeitungs-Ankündigungstext (zitiert nach merkur-online vom 2.7.2014 in der Rubrik Lokales-Kreis Fürstenfeldbruck-Fürstenfeldbruck):

    "... Im Brucker Westen leben Menschen aus vielen Ländern. Damit sie mehr zusammen wachsen, feiert die Stadt am Sonntag, 13. Juli, erstmals ein Fest der Kulturen in der Heimstättenstraße. Die Idee kam Christine Höppner, Geschäftsführerin des Brucker Forum, beim vergangenen Sommerfest. „Viele Leute sagen zu dem Viertel im Brucker Westen, es sei Glasscherbenviertel.“ Das stimme aber nicht. „Das Stadtviertel hat eine gesunde Struktur. Arm und Reich, Jung und Alt sind hier zu Hause.“ Daher soll es ein Fest von Bürgern für Bürger werden. „Uns ist es wichtig, dass alle Kulturen die hier im Viertel leben, vertreten sind“, sagt Höppner. An zehn Essenständen können die Besucher Kulinarisches aus aller Welt probieren. „Das Angebot reicht von brasilianischer, über mexikanische bis zu afghanischer Küche“, sagt Andrea Gummert, die das Fest koordiniert. Die türkische Gemeinde bietet sogar trotz des Fastenmonats Ramadan Spezialitäten an. Auf der Bühne zeigen Menschen Tänze und Musikstücke aus fernen Ländern. Dazu gibt es Infostände, eine Hüpfburg und Kindertheater."

    Auch wir waren mit einem Infostand vertreten, wobei der Schwerpunkt unter dem Motto "fair play - fair pay - auch bei Fußbällen" auf der fairen Produktion des liebsten Spielgeräts der Welt lag.

    unsere beiden Elisabeths am Infostand in Erwartung des Andrangs
    Unsere beiden Elisabeths am Infostand in Erwartung der informationswilligen "Kundschaft"

     

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    Einladung zum Vortrags- und Diskussionsabend mit Hérold Toussaint am 19. März, 19.30 Uhr, Gemeindesaal der Erlöserkirche: Nach dem Beben in Haiti - Sinnsuche in auswegloser Situation Einladungsplakat (pdf-Dokument)

     

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    Diskussionsabend zum Freihandelsabkommen der EU und den USA TTIP am 6. März 2014 um 19.00 Uhr im Eine Welt Café FFB, Heimstättenstr. 24. Einladungsplakat (pdf-Dokument)

     

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    Eröffnung des Eine Welt Cafés im Fürstenfeldbrucker Westen (Heimstättenstr. 24) am 14. Februar 2014

    Der am 29.4.2013 gegründete Verein "Eine Welt Zentrum Fürstenfeldbruck e.V." eröffnete sein Café standesgemäß mit einem bunten, lebendigen "Multi-Kulti"-Fest. Viele Personen aus Politik und Gesellschaft waren der Einladung gefolgt und erlebten einen musikalisch beschwingten Start des Begegnungszentrums der Kulturen. Der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Schulz, erläuterte den Gästen Sinn und Zweck des Vereins und des nun eröffneten Cafés. Das Café ist jeden Donnerstag und Freitag von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Mitglieder des Trägervereins sind neben Privatpersonen und unserem Nord-Süd-Forum folgende Organisationen:
    Aktiv für Afrika e.V. , Apoyo para Guatemala, Brucker Forum e.V., Kroatisch-Deutsche Gesellschaft FFB, Help Liberia Kpon Ma e.V., Initiative Mosambik, Katholische Arbeitnehmerbewegung Fürstenfeldbruck-Dachau, LETS Fürstenfeldbruck, Slow Food Fünfseenland, sowie das Sozialforum Amper. Darüber hinaus wird das Eine Welt Zentrum durch das Agenda 21-Büro des Landkreises Fürstenfeldbruck in seiner Arbeit unterstützt.
    Weitere Infos zum Eine Welt Zentrum FFB e.V. gibt es auf der neu eingerichteten Internetseite: Homepage

     

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    Rückblick auf das Jahr 2013

     

  • Traditioneller Schweigekreis am Dienstag, 10.12.2013 um 19.00 Uhr am Mahnmal „Nord-Süd-Durchblick“
  • Erwartungen an Bundestag und Bundesregierung nach der Wahl im Jahr 2013
  • Kandidatenfragen anlässlich der Bundestagswahl am 22. September 2013
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    Anlässlich der Allgemeinn Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris am 10. Dezember 1948: Traditioneller Schweigekreis am Dienstag, 10.12.2013 um 19.00 Uhr am Mahnmal „Nord-Süd-Durchblick“

    Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris verabschiedet. Daran erinnern Campo Limpo und die örtliche Gruppe von Amnesty International wieder mit ihrem traditionellen Schweigekreis am Dienstag, 10.12.2013 um 19.00 Uhr am Mahnmal „Nord-Süd-Durchblick“ auf der Nordseite des Bahnhofs Puchheim. Dabei wird auch auf das „Verschwindenlassen“ von Menschen hingewiesen, das zur Normalität geworden ist. In Mexiko wurden in den letzten 6 Jahren mindestens 26 000 Personen als verschwunden oder vermisst gemeldet. Vor dem Schweigekreis kann man sich an gleicher Stelle von 17.00 – 19.00 Uhr an einem „Briefmarathon“ von Amnesty International beteiligen unter dem Motto „Dein Brief kann Leben retten“.

    Vorab-Onlineartikel des Kreisboten vom 5.12.2013 zum Schweigekreis:

    Kreisbotenartikel zum Schweigekreis am 10.12.2013

     

    Bericht im Tagblatt über den erfreulich gut besuchten Schweigekreis vom 12.12.2013
    Bericht in der Süddeutschen vom 12.12.2013

     

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    Eine Reihe von Verbänden und Organisationen hat Erwartungen für eine menschenrechtskonforme, sozial- und umweltverträgliche Außenwirtschaftsförderung formuliert

    Das Nord-Süd-Forum Fürstenfeldbruck hat ein Schreiben von "Urgewald" mit unterzeichnet, bei dem es um bestimmte Kriterien für die Außenwirtschaftsförderung geht, z.B. um Hermesbürgschaften und "verantwortliche Kreditvergabe". Dieses Schreiben sollen die Politiker erhalten, die sich gerade in Koalitionsverhandlungen befinden, in der Hoffnung, dass sie auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden.

    Den genauen Text können Sie diesem pdf-Dokument entnehmen:

    Zivilgesellschaftliche Erwartungen 2013

     

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    Nord-Süd-Forum befragt KandidatInnen für die Bundestagswahl am 22.9.2013

    Eine Podiumsdiskussion mit den drei aussichtsreichsten Bewerbern aus unserem Wahlkreis war aus Termingründen nicht zustande gekommen. So stellte das Nord-Süd-Forum schriftliche Anfragen zu sechs verschiedenen Themenkomplexen. Im Folgenden seien nur die wesentlichen Unterschiede vorgestellt:

     

    Frau Hasselfeldt (CSU) ist überzeugt davon, dass gesundes Wirtschaftswachstum die Basis unserer sozialen Marktwirtschaft ist. Es schafft für viele Menschen Arbeitsplätze und sichert den Wohlstand in unserer Gesellschaft. Wirtschaftswachstum schließt Nachhaltigkeit nicht aus. Wir tragen eine ökologische Verantwortung für alle Generationen. Für Herrn Schrodi (SPD) muss zunächst die Verteilungsgerechtigkeit - sowohl national wie international - wieder auf die Tagesordnung. Er ist ein Freund qualitativen Wachstums. Wachstum auf Kosten von Mensch und Natur bringe keinen Fortschritt. Er setzt sich für einen flächendeckenden Mindestlohn ein. Frau Walter-Rosenheimer (B' 90/Die Grünen) weist darauf hin, dass wir die natürlichen Grenzen unseres Planeten bereits überschritten hätten und deshalb unsere Lebensstile ressourcenarm und energieffizient werden müssten. Wirtschaftsmodelle sollen sich nach dem Prinzip "nützen, statt besitzen" orientieren. Alle drei KandidatInnen sprechen sich für regionale Wirtschaftskreisläufe aus.

    Beim Thema Waffenhandel ist für Frau Hasselfeldt die Genehmigungspraxis für den deutschen Rüstungsexport eindeutig geregelt und unterliegt strengen Bestimmungen. Alle Anträge auf Ausfuhrgenehmigungen werden nach sorgfältiger Abwägung entschieden. Bürgschaften können in bestimmten Fällen gewährt werden. Herr Schrodi stellt die Zahl von 17.586 Exportanträgen im letzten Jahr heraus, von denen 150 abgelehnt wurden. Der Bundestag wird zu spät unterrichtet und nicht bei der Genehmigung nicht eingebunden. Er wird sich für die parlamentarische Beteiligung an Rüstungsexportentscheidungen einsetzen. Er lehnt ebenso wie Frau Walter-Rosenheimer Hermesbürgschaften für Waffenexporte ab. Für sie ist derzeitige Genehmigungspraxis ohne parlamentarische Kontrolle besorgniserregend. Rüstungsexportberichte erscheinen erst zwei Jahre nach Beginn des Berichtszeitraums. Sie lehnt Geschäfte mit Drittstaaten aus wirtschaftlichen Beweggründen ab.

    Zur Asyl- und Flüchtlingspolitik sagt Frau Hasselfeldt: "Deutschland ist kein klassisches Einwanderungsland. Wir haben aber einen Fachkräftemangel und sind attraktiv für hochqualifizierte Zuwanderer. Das deutsche Asylsystem funktioniert gut und hat sich bewährt. Nur wirklich Verfolgte kommen in den Genuss des Asylrechts und es bestehen wirksame Maßnahmen gegen Missbrauch. Für Herrn Schrodi dagegen ist Deutschland ein Einwanderungsland. Die Asylpolitik ist geprägt von dem Ansinnen, die Asylbewerber so schlecht zu behandeln, dass sie schnellstmöglich das Land wieder verlassen (Residenzpflicht, Arbeitsverbot, Lebensmittelpakete). Europa hat sich als Festung mit der Agentur "Frontex" abgesichert. Frau Walter-Rosenheimer fordert die Aufhebung des Asylbewerberleistungsgesetzes, die Aufhebung der Residenzpflicht, eine Erleichterung des Arbeitsmarktzugangs sowie einen Zugang zu Integrationskursen nach einer Mindestaufenthaltszeit.

    Für Frau Hasselfeldt hat sich die Zwei-Säulen-Struktur der EU-Agrarpolitik bewährt. Im Rahmen der anstehenden Reform soll sie erhalten und weiterentwickelt werden. So will man den Schutz der Umwelt in der Landwirtschaft weiter gestärkt werden (sog. Greening). Die SPD will nach Herrn Schrodi die EU-Agrarpolitik gänzlich umbauen. Die Erste Säule soll bis auf einen Sockelbetrag abgeschmolzen und die Zweite Säule zur Wiederbelebung des ländlichen Raumes umgeschichtet werden. Für Frau Walter-Rosenheimer ist das Prinzip "öffentliche Gelder für öffentliche Güter" das Gebot der Stunde. Die Direktzahlungen müssen an konkrete Umweltleistungen gebunden und zur Förderung des ökologischen Landbaus und artgerechter Haltungsweise umgeschichtet werden. Alle drei Befragten sprechen sich gegen Agrarexportsubventionen aus. Frau Hasselfeldt befürwortet Agrarexporte als bedeutenden Wirtschaftsfaktor. Die beiden Oppositionspolitiker beklagen die Verdrängung afrikanischer Bauern durch Billigexporte.

    Die Spekulation mit Nahrungsmitteln halten alle drei Befragten für falsch. Für Frau Hasselfeldt benötigen Bauern und Agrarhändler aber Derivate und andere Finanzinstrumente, um ihre Preise längerfristig abzusichern. Die Nahrungsmittelkrise in den Entwicklungsländern beruhe auf anderen Faktoren. Zum Beispiel verderben in Afrika hohe Teile der Ernte. Außerdem ist das "Landgrabbing" ein Problem. Für Herrn Schrodi gehe die größte Gefahr der multinationalen Konzerne davon aus, dass sie durch ein Heer hauptamtlicher Lobby-Mitarbeiter Gesetzesvorlagen schreiben lassen. Nach Frau Walter-Rosenheimer muss die Politik dringend dafür sorgen, dass reale Konsumenten und echte Bäuerinnen und Bauern die Preise für Lebensmittel bestimmen. Für Frau Hasselfeldt ist Bioenenergie ein wichtiger Beitrag zur Energiewende. Lebensmittelproduktion muss aber Vorrang haben. Nach Herrn Schrodi haben Wissenschaftler errechnet, dass der sogenannte Biosprit bei der Treibhausgasbilanz schlechter abschneidet als Mineralöl.

    Die Finanz- und Bankenkrise ist nach Frau Hasselfeldt durch die Immobilienblase in den USA ausgelöst worden und der Zusammenbruch der Banken konnte nur durch Einspringen der öffentlichen Hand verhindert werden. Herr Schrodi sieht die Ursachen in der seit Jahrzehnten verfehlten neoliberalen Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik. Frau Walter-Rosenheimer sagt: "Während die Bundesregierung zu einseitig aufs Sparen setzt, halten wir nachhaltige Investitionen und eine Verbesserung der Einnahmenseite genauso wichtig wie Haushaltskonsolidierung." Die kriselnden Euro-Länder sind nach Frau Hasselfeldt wegen versäumter Reformen in die Krise geraten. In der Konsequenz sei ein Verfahren zur geordneten Staateninsolvenz und ein Ausscheiden aus der Eurozone erforderlich. Nach Herrn Schrodi hat die deutsche Wirtschaft durch jahrzehntelanges Lohndumping eine marktbeherrschende Stellung in Europa eingenommen. Frau Walter-Rosenheimer möchte eine verstärkte wirtschaftspolitische Koordinierung, die auch die Leistungsbilanzungleichgewichte angeht. Beide Oppositionspolitiker sprechen sich für die Einführung von Eurobonds und eine Internationale Insolvenzordnung aus.

     

    Die jeweiligen detaillierten Antworten zu unseren Fragen können Sie diesen pdf-Dokumenten entnehmen:

    Antworten von Frau Hasselfeldt

    Antworten von Herrn Schrodi

    Antworten von Frau Walter-Rosenheimer

     

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    Rückblick auf 2012

     

  • Podiumsgespräch zum Thema "Land Macht Profit" am 14. November 2012 im Landratsamt
  • Stichpunktartige Rückschau
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    Podiumsgespräch zum Thema "Land Macht Profit" am 14. November 2012 im Landratsamt

    Spekulationsobjekt oder Ernährungsgrundlage?
    Zu diesem Thema haben wir namhafte ExpertInnen in den großen Sitzungssaal des Landratsamtes Fürstenfeldbruck eingeladen.

    Informationen zu den Diskussionsteilnehmern können Sie aus dem Einladungsplakat entnehmen (für Bodo Richter nahm Dr. Malte Engel teil): Plakat

    Zur Illustration einige Bilder der Podiumsdiskussion:

    Bluestrings Publikum
    Das Bluestrings-Jugend-Jazz-Orchester umrahmte die Veranstaltung musikalisch Der Zuspruch interessierter BürgerInnen war sehr erfreulich
    podiumsteilnehmer
    Die Expertenrunde auf dem Podium (vlnr.: Dr. Michael Dippold (Brucker Land), Dr. Malte Engel (Referent für Entwicklungspolitische Bildung), Dr. Geseko v. Lüpke (Bayerischer Rundfunk), Aneth Lwakatare (Menschenrechtsaktivistin aus Tansania), Kurt Gerhard (Journalist)

     

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    Stichpunktartiger Rückblick auf das Jahr 2012

     

    Letzte Aktualisierung: 3. Oktober 2018

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